Unternehmensnachfolge wird in vielen KMU oft zu spät und zu wenig strukturiert angegangen. Sie ist jedoch kein nachgelagertes Thema, sondern ein unternehmerisches Projekt, das sich an Markt, Finanzierung und Umsetzbarkeit messen lassen muss. Wer früh beginnt, schafft Optionen. Wer wartet, verliert sie.
Der demografische Wandel prägt den Nachfolgemarkt zunehmend. Bis 2034 scheiden deutlich mehr Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Erwerbsleben aus, als neue nachkommen. Gleichzeitig nehmen klassische familieninterne Nachfolgen ab, während Eigentümerinnen und Eigentümer ihre Unternehmen früher verkaufen als noch vor wenigen Jahren. Dadurch entsteht ein Angebotsüberhang und somit ein Käufermarkt. Auch die Finanzierung ist anspruchsvoller geworden. Seit dem Wegfall der Credit Suisse hat sich der Wettbewerb im Kreditmarkt reduziert. Banken prüfen Transaktionen deutlich strenger und stellen höhere Anforderungen an Struktur, Transparenz und betriebswirtschaftliche Fundierung. Fremdkapital ist vorhanden, jedoch nicht mehr selbstverständlich. Gleichzeitig treten vermehrt kleinere schweizer wie auch aus dem benachbarten Ausland stammende Finanzinvestoren und -investorinnen (Private Equity) auf. Sie interessieren sich nicht nur für grössere KMU, sondern je nach Branche auch für Kleinunternehmen mit 10 bis 49 Mitarbeitenden oder vereinzelt sogar für Mikrounternehmen. Damit erweitern sie den potenziellen Käuferkreis und schaffen zusätzliche Handlungsoptionen, etwa bei internen Nachfolgelösungen oder Management-Buy-outs. Aus erfolgreichen Transaktionen lassen sich drei zentrale Vorbereitungsschritte ableiten:
Gemeinsam mit v. FISCHER INVESTAS lädt der Gewerbeverband Berner KMU zu einer Paneldiskussion ein. Dabei werden reale Transaktionen vorgestellt und über praxisnahe Lösungswege zum Thema Nachfolgeplanung gesprochen.