Berner KMU Direktor Lars Guggisberg begrüsste das Publikum[/caption]
Merki machte deutlich, dass aus seiner Sicht für die Veranstaltungs- und Bühnentechnik grundlegende sicherheitsrelevante Vorgaben im Rahmen der Suva fehlen. Wenn seine Branche der Suva unterstellt sein soll, brauche es zuerst ein spezifisches Regelwerk, das die tatsächlichen Anforderungen und Abläufe im Eventbereich abbildet. Die heutigen Unterlagen würden diese Praxis noch nicht ausreichend berücksichtigen.
Isabel Stucki-Mauderli, stellvertretende Generalsekretärin und Bereichsleiterin Public Affairs der Suva, erläuterte im Anschluss die Sicht der Suva. Sie erklärte, wie der gesetzlich vorgegebene Prozess der Unterstellung funktioniert und welche Kriterien bei der Einordnung eines Betriebs angewendet werden. Zugleich betonte sie das Interesse der Suva, Sicherheitsrichtlinien gemeinsam mit den betroffenen Branchen weiterzuentwickeln. Stucki-Mauderli verwies auf erfolgreiche Kooperationen mit Branchenverbänden und unterstrich die Bereitschaft der Suva, auch für den Bereich der Veranstaltungs- und Bühnentechnik gemeinsam mit den Fachleuten an klaren, praxistauglichen Vorgaben zu arbeiten.
In der anschliessenden Diskussion tauschten sich die Referierenden gemeinsam mit Belinda Walther Weger, Leiterin Public Affairs und Nachhaltigkeit, Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung, von der Mobiliar über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen staatlicher und privater Unfallversicherung aus. Im Zentrum stand die Frage, wie Kundinnen und Kunden begleitet werden und wie sich die jeweiligen Systeme auf den Betriebsalltag von KMU auswirken.
Der Anlass zeigte, wie wichtig klare Abläufe für KMU sind und dass der Austausch zwischen den Akteuren weitergeführt wird. Berner KMU führt die Kampagne «Fair ist anders» auch 2026 weiter und organisiert zwei «KMU on Tour»-Anlässe.